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Von der Rumba bis zum „Rumbäle“

Eleganz und Sportlichkeit in Perfektion beim Weihnachts-Galaball der Tanz-Profis in Balingen

Balingen, 13.12.2010

Im Rahmen eines rauschenden Weihnachts-Galaballes gab sich die Elite des deutschen Profi-Tanzsportes am Samstagabend in der Balinger Stadthalle ein gefeiertes Stelldichein.

Die begeisterten Gäste erlebten an diesem Abend ein Feuerwerk an Eleganz, Temperament, Sportlichkeit, Show, Körperbeherrschung, Konzentration und Ausdrucksfähigkeit. Auch Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann ließ sich dies nicht entgehen. Er dankte dem „dem überaus erfolgreichen Turnierausrichter“ Horst Walter für dessen Engagement. Er hoffe, so Reitemann weiter, dass Balingen nach wie vor ein Anziehungspunkt für Akteure und Besucher aus Nah und Fern bleiben möge.

Walter selbst ist bekannt für seine überquellende Originalität und hatte auch an diesem Abend wieder die Lacher auf seiner Seite. Nonchalant plauderte er über dies und das aus dem Nähkästchen. Eben Walter.

Nach der Vorstellung der Wertungsrichter – alles ehemalige erfolgreiche Profitänzer -und Turnieroffiziellen ging es gleich in die Vorrunde. Die Herren, meist schwarz oder zumindest dunkel gekleidet, die Damen weit weniger mit Stoff belastet, zeigten sich wesentlich leichter geschürzt und farbenfroher. Auf dem Programm standen Cha-Cha-Cha, Samba, Rumba, Pasodoble und Jive. Als sechster Tanz präsentierten die Paare der Endrunde ihre Interpretation der lateinamerikanischen Tänze. Von den sieben angetretenen Paaren mussten sich Mario Schiena und Sabine Sommer (Leverkusen) nach der Vorrunde verabschieden. Die als Favoriten gehandelten Markus Homm und Ksenia Kasper (Nürnberg) konnten sich unangefochten bei allen Tänzen durchsetzen. Ihr Missfallen mit der Entscheidung der Jury bei der Platzierung des Paares Reini Nißl und Reneta Pawlik-Temelkova drückte das Publikum durch entsprechende Buh-Rufe und Pfiffe aus.

Ein besonderer Leckerbissen für das durchaus fachkundige, begeisterungsfähige und mitklatschende Publikum war die Einzelkür, die Eigeninterpretation lateinamerikanischer Tänze. Hier konnten sich die Paare „austoben“, was sie zur Freude der Ballbesucher auch gründlichst taten. Die Karlsruher Jesper Birkehoj und Anastasiya Kravchenko erhielten für ihre Kür als B-Note fünfmal die traumhafte 6,0. Markus Homm, Herr des Siegerpaares bedankte sich bei Horst Walter und beim Publikum. „Ich habe im Vorfeld schon viel Positives über das Balinger Turnier gehört. Ich stelle jetzt fest: Es stimmt zu hundert Prozent“. Und Klaus Gundlach vom deutschen Professional Tanzsportverband meinte an das Publikum gewandt: „Sie haben das Beste erlebt, was sie bekommen können“.

Natürlich ließ es sich Horst Walter nicht nehmen mit der Dame des Siegerpaares ein „Rumbäle“ aufs Parkett zu legen. Dies zu den Klängen der Tom Lehner Band aus Ulm, die auch im Anschluss an den eigentlichen Wettbewerb für ausgezeichnete Tanzmusik sorgte. Ausgiebig frönten die durchweg festlich gekleideten Damen und Herren takt- und rhythmussicher den Parkettfreuden.

Außer Konkurrenz zeigten Jascha und Yannick Steiner, 11 und 14 Jahre zünftigen Rock’ Roll. Die beiden sind württembergische Meister und belegten bei den Weltmeisterschaften unter 67 Bewerbern den 15. Platz. Mit ihrer Darbietung hatten sie sich im Nu die Gunst der Zuschauer ertanzt.

Quelle: Zollern-Alb-Kurier

Jascha und Yannick Steiner - 11 und 14 Jahre alt, zeigten außer Konkurrenz ihr Rockn-Roll-Können.


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